Lebensursprung – Die Wurzel des Lebensbaumes

Wie Leben zu Beginn der Zeit entstand, bleibt bis heute eines der größten Rätsel der Naturwissenschaften. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Forscher verschiedene Theorien, denen in den letzten 100 Jahren nachgegangen wurde. Heute kennt man die Bausteine, welche für einfachste Lebensformen notwendig sind. Die Herausforderung ist, diese Bestandteile in der richtigen zeitlichen Abfolge und im richtigen Verhältnis zusammenzufügen. Dies ist wie Zutaten zu einer Suppe, in der Forscher kräftig rühren und hinzuzufügen, um irgendwann das richtige Rezept zu finden.

In der Forscherwelt wurde in den vergangenen Jahren eine Debatte angestoßen, ob die bisherigen Theorien der Evolutionslehre den Erkenntnissen der aktuellen Forschung noch standhalten oder ob ein radikales Umdenken notwendig sei.1 Bisher glaubten Forscher, dass es mit den gängigen Theorien (Leben entstand in thermalen Quellen der Tiefsee, chemische Evolution begann mit Aminosäuren in der „Ursuppe“, Lebewesen kamen aus dem Weltall) nur eine Frage der Zeit sei, bis man die Frage nach dem Ursprung des Lebens abschließend klären könne. Experimente in heißen Tiefseequellen erschienen vielversprechend, weil sich Aminosäuren und Ribonukleinsäure (RNA) bildeten. Dies funktionierte allerdings nur unter Hinzugabe von komplexen Enzymen, welche unter natürlichen Umständen nicht außerhalb von Zellen entstehen und existieren können. Sämtliche „Ursuppentheorien“, beginnend bei Stanley Miller 1953, werden in Schulbüchern längst als Tatsache dargestellt, obwohl sich diese Thesen im Laufe der weiteren Forschung als Sackgasse erwiesen. Eine der Herausforderungen ist bis heute, die Übergänge zwischen den einzelnen Stufen experimentell nachzuweisen. Vor allem der Schritt von der Chemie zur Biologie ist bis heute ungeklärt. Der entscheidende Unterschied zwischen Chemie (DNA-Moleküle) und Biologie ist die Information (DNA-Code) und wie sich Informationen selber erhalten können, wenn die Lebensdauer der Moleküle als Informationsträger nur wenige Tage beträgt. Bei Lebewesen sind an der Weitergabe des DNA-Codes viele Enzyme beteiligt, die es zu Beginn der Evolution noch nicht geben konnte. Auch die Theorie, dass Leben aus dem Weltall kam, verlagert die Problematik nur in den Kosmos. Es ist zudem zweifelhaft, ob Aminosäuren oder Einzeller auf einem Meteoriten einen Einschlag auf der Erde überleben würden.

Evolutionsbiologen stehen seit Jahrzehnten vor dem Problem, dass die Datenbanken voller Experimente und Fakten sind, ohne dass die Wissenschaftler der Lösung der Frage nach dem Ursprung des Lebens näherkommen. Einige Evolutionsbiologen weichen inzwischen der Frage nach dem Ursprung des Lebens bewusst aus und beschränken sich in der Forschung auf die Entwicklung des Lebens. Es wird also ein Abstammungsbaum des Tierreiches erforscht, der keine Wurzel (Ursprung) hat. Selbst wenn in Experimenten DNA oder einfache Zellen entstehen würden, wäre das ein Beweis dafür, dass dies in der Vergangenheit genauso geschah? Naturwissenschaft kann nur die Gegenwart experimentell zuverlässig erforschen. Wieviel Wissen (Intelligenz) steckt der Forscher in die Planung und Durchführung seines Experimentes? Können Wissenschaftler also überhaupt beweisen, dass Leben ohne den Einfluss höherer Intelligenz entstehen kann?

Schon führende Wissenschaftler und Nobelpreisträger des 20. Jahrhunderts erkannten diese Lage und so postulierte z.B. Georg Wald (Nobelpreis Medizin 1967): „Es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie das Leben entstanden ist. Eine ist die spontane Entstehung mit anschließender Evolution; die andere ist ein übernatürlicher schöpferischer Akt Gottes. Es gibt keine dritte Möglichkeit. Spontane Entstehung, dass Leben aus nicht lebender Materie entstand, wurde vor 120 Jahren von Louis Pasteur und anderen wissenschaftlich widerlegt. Das lässt uns die einzig mögliche Schlussfolgerung, dass das Leben als ein übernatürlicher schöpferischer Akt Gottes entstand. Ich werde das nicht philosophisch akzeptieren, weil ich nicht an Gott glauben will. Daher entscheide ich mich dafür, an das zu glauben, von dem ich weiß, dass es wissenschaftlich unmöglich ist. Spontane Erzeugung, die zur Evolution führt.”2 Die Bibel will die Wissenschaft gar nicht widerlegen. Im Gegenteil liefert sie sogar den Grund für Forschung. Weil Gott die Natur in einer bestimmten Ordnung geschaffen hat, können Wissenschaftler heute Gesetzmäßigkeiten erforschen. Leben, entstanden durch Zufall, würde die Forschung sogar unmöglich machen, weil der Zufall keine Naturgesetze oder andere Regelmäßigkeiten hervorbringen kann. Leben, entstanden durch Zufall, kennt nur den Selbstzweck.

Naturwissenschaftler können bis heute keinen Beweis dafür liefern, der eindeutig belegt, dass das Leben nicht das Ergebnis einer Schöpfung ist. In der Bibel offenbart sich Gott den Menschen als der Schöpfer und Ursprung allen Lebens. Die Bibel sagt: „Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben.“3 Gott ist auch dein Schöpfer und er möchte, dass du das weißt, weil er dich liebt. Gott schenkt dir nicht einfach nur so das Leben, sondern er möchte deinem Leben auch einen Sinn geben. Kennst du schon die Bestimmung, die Gott für dein Leben vorgesehen hat?

 

Dr. Jonathan Bank


  1. https://www.nature.com/news/does-evolutionary-theory-need-a-rethink-1.16080
  2. Wald, George, “Innovation and Biology,” Scientific American, Vol. 199, Sept. 1958, p. 100
  3. Die Bibel, Römer 1,20
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