Lebensgrundlage – Was ist Leben?

Jeder hat es. Jeder braucht es. Jeder verliert es. Das Leben. Ein Thema, das jeden Menschen betrifft. Doch, was macht Leben eigentlich aus? Die Biologie ist die Lehre (griech. logos) vom Leben (griech. bios) und erforscht unter anderem, was Leben ist.

Voraussetzung für Leben ist Ordnung. Alle Lebewesen sind hochgradig geordnete Organismen, die in einer geordneten Umwelt mit z.B. Naturgesetzen leben. Forscher gehen heute davon aus, dass mindestens 120 Zellbestandteile zusammenarbeiten müssen, damit eine einfache Zelle lebensfähig ist. Lebewesen müssen auch in der Lage sein, Energie zu nutzen. Jedes Lebewesen nimmt Energie auf und wandelt es in andere Energieformen um (Stoffwechsel). Ein weiteres Gesetz, welches bis heute in der Biologie gilt, ist, dass Leben nur aus Leben hervorgeht. Daher ist Fortpflanzung ein Alleinstellungsmerkmal für Lebewesen. Durch Fortpflanzung werden auch immer lebenswichtige Informationen auf der DNA an die Nachkommen weitergegeben. Wachstum und Entwicklung gehören zum Leben. Dies gilt vom Einzeller bis zum Menschen. Jedes Lebewesen lebt nicht nur in einer Umwelt, sondern ist auch in der Lage, auf die Umwelt zu reagieren. Dies können Reaktionen auf mechanische, physikalische, chemische oder biologische Informationen (Reize) sein. Dabei ist es wichtig, dass trotz schwankender Umweltverhältnisse die innere Ordnung eines Lebewesens weitgehend konstant bleibt (Homöostase).

Steine sind nach diesen Kriterien offensichtlich keine Lebewesen. Auch Viren sind keine Lebewesen, da sie kein Wachstum zeigen und keinen eigenen Stoffwechsel haben.

Leben ist unheimlich komplex und bis heute können Forscher nicht erklären, wie Leben entstanden ist. Die folgenden Artikel über Teilaspekte des Lebens sollen einladen, über das Leben neu zu staunen und das eigene Leben zu reflektieren.

 

Dr. Jonathan Bank