Frei sein! Durch Beziehung?

Wir leben in einer digitalisierten Welt. Zunehmend wird von „smarter Technologie“ oder dem „Internet der Dinge“ geredet. In Zukunft soll alles möglich sein, denn alles ist vernetzt und Grenzen werden überwunden. Das klingt zunächst nach absoluter Freiheit. Gleichzeitig beobachten Forscher bei der Generation Z (oder iGeneration)1, dass Smartphones unsere Persönlichkeit verändern und wir uns teilweise ohne diese im Leben nicht mehr zurechtfinden. Ohne Smartphone fühlen wir uns teilweise orientierungslos, unvollständig und hilflos. Wie fühlst du dich, wenn du ohne Handy zur Hochschule gehst? Handys wurden dazu erfunden, Menschen zu verbinden. Heute muss man eher feststellen, dass Smartphones uns zwar stärker vernetzen, aber zu gleich „unsozialer“ machen. Selbst wenn wir uns mit anderen Menschen treffen, sind wir mehr mit dem Handy beschäftigt als mit dem Gegenüber.

Die digitale Welt verändert auch das Verhalten in Beziehungen. Schon morgen könnte mit einem Klick ein besserer Partner auftauchen – warum sich dann heute verbindlich binden? Und wer opfert schon diese Freiheit? Dies wird unter anderem dadurch sichtbar, dass viele Menschen der Generation Y (Millennials oder Generation Me)2 immer später heiraten, weil man sich nicht zu früh an nur einen Menschen binden will. Man möchte sich alle Optionen offenhalten und möglichst lange ausprobieren, bis man sich festlegt – oder auch nicht festlegt.

Dieses Verhalten macht etwas mit unserem Inneren und führt oft zu seelischen Verletzungen. Jede intime Beziehung zu einer anderen Person führt zu einer inneren Verbindung, welche im Laufe der Zeit immer stärker wird. Eine Trennung von dieser Person führt dann zu „unsichtbaren“ Verletzungen, die sich oft in Unglücklichsein, Selbstzweifel bis hin zu Depressionen ausdrücken. Unbewusst beeinflussen diese seelischen Wunden unsere zukünftigen Beziehungen. Die Ängste vor solchen Verletzungen sind real. So sehnen sich Menschen einerseits nach Beziehungen, aber versuchen ihre Seele durch „innere Distanz“ vor Verletzungen zu schützen.

Hier kann ein fast vergessenes Buch entgegenwirken und dir einen Weg in die Freiheit durch Beziehung aufzeigen. Wie das? Gemeint ist die Bibel, welche heute jedem auch in digitaler Form zugänglich ist! Zunächst denken viele, dass die Bibel ein langweiliges Gesetzbuch oder Regelwerk ist, mit denen Gott die Menschen unterdrücken oder versklaven will. Ganz im Gegenteil! Von der ersten bis zur letzten Seite geht es um Beziehungen! Beim Thema Beziehungen ist die Bibel ehrlich und realistisch. Es gibt Beziehungen in unserem Leben, die nicht gut sind, aber auch Beziehungen, die uns stärken, ermutigen und im Leben voranbringen. An vielen Stellen werden die Menschen aufgefordert, sich von bösen und unmoralischen Menschen zu trennen und nicht zu viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Doch in der Realität fällt es uns nicht leicht, von solchen Beziehungen frei zu werden. Hier stellen wir bei uns selbst fest, dass wir nicht frei sind. Dies hat einen tieferliegenden Grund.

Gott ist nicht nur der Erfinder von Beziehungen; vielmehr ist die Beziehung zwischen Gott und den Menschen der eigentliche Lebenssinn. Doch die meisten Menschen leben bewusst oder unbewusst ohne diese Beziehung zu Gott und versuchen, ihrem Leben einen anderen Sinn zu geben. Solch ein Leben ohne Gott hat ernste Folgen, die Bibel nennt dies Sünde. Die Sünde zieht uns langfristig nach unten und zerstört unser Leben. Oft merken wir im Detail nicht, wie wir uns in einer Abwärtsspirale befinden. Wenn wir die Gelegenheit hätten, uns aus unserem Leben „herauszuzoomen“, um einen Blick von oben auf unser Leben zu werfen, könnten wir diesen Abwärtstrend eindeutig beobachten. Gott hat diese Perspektive von außen auf unser Leben. Aber Gott schaut auch nicht tatenlos „von oben“ zu.

Er wurde durch Jesus Christus selbst Mensch, um den Menschen einen Weg in die Freiheit zu ebnen. Der einzige Weg war, das Problem bei der Wurzel zu packen, in dem die Sünde – das ist die Trennung von Gott – besiegt wurde. Dies tat Jesus, der ohne Sünde war, durch seinen stellvertretenden Tod am Kreuz. Jeder, der dies durch Glauben annimmt und darauf vertraut, erlebt durch die Beziehung zu Gott eine ungeahnte Freiheit. Wenn die Sünde aus unserem Leben verschwindet, fällt eine ungeheure Last von uns ab und wir werden frei. Wer ein neues Leben durch Jesus Christus beginnt, wird ein Kind Gottes. So wie Kinder müssen Christen auch lernen, mit dieser
Freiheit umzugehen. Christen sind dazu bestimmt und befähigt, in Freiheit zu leben. Jedoch sind sie aufgefordert, ihre Freiheit nicht für die Befriedigung selbstsüchtiger Wünsche zu missbrauchen.3

So heißt es auch, dass alles erlaubt ist, aber nicht alles nützlich, hilfreich oder gut ist.4 Darüber hinaus können wir die Bibel als Bedienungsanleitung für unser Leben verstehen, in der wir nachschlagen können, was gut für unser Leben ist und was wir besser lassen sollten, um unser Leben nicht zu zerstören. Jesus Christus sagt zu den Menschen, die an ihn glauben: „Wenn ihr bei dem bleibt, was ich euch gesagt habe, seid ihr wirklich meine Nachfolger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“5

Diese Worte sind heute noch gültig. Durch die Beziehung zu Jesus Christus können wir wirklich frei sein. Frei von Sünden, schlechten Beziehungen, Süchten, Ängsten oder Zukunftssorgen. Möchtest du das? Wir, vom DCTB, helfen dir gern, diese Freiheit zu finden und dann darin zu leben.

1 Jahrgänge 1995-97 und 2010-2012
2 Jahrgänge 1980/81 bis 1994-99
3 Bibel, Galaterbrief 5,13
4 Bibel,1.Korintherbrief 10,23
5 Bibel, Johannesevangelium 8,31+32