Umfrage im Kleinen Studienhelfer 2015/2016

Wir danken allen, die sich an unserer Umfrage zum Kleinen Studienhelfer (KSH) und zu einigen Lebens- und Glaubensfragen beteiligt haben. Zwar ist diese Umfrage nicht repräsentativ, bei immerhin 124 Teilnehmern unter etwa gleicher Beteiligung der Geschlechter aus mindestens 20 Hochschulstandorten zwischen Koblenz und Chemnitz, Lübeck und München aber durchaus aussagekräftig! Die Rückmeldequote beträgt bei 10 000 verteilten Kleinen Studienhelfern im Wintersemester 1,2%.

Die Auswertung ergab, dass die Umfrage-Teilnehmer ihren KSH überwiegend direkt an der Hochschule an unserem Infostand und vor allem während der Erstsemester-Aktionen erhielten. Die Erstsemester-Verteil-Quote liegt bei knapp 30%, womit auch mindestens eine Beteiligung von ähnlich vielen Studienanfängern an der Umfrage angenommen werden kann. Regelmäßig genutzt wird der KSH von knapp 27% der Befragten. Der tatsächliche Wert dürfte etwas höher liegen, da zum Zeitpunkt der Umfrage sicher noch nicht alle auf das aktuelle Exemplar umgestiegen waren und ihn 36% überhaupt zum ersten Mal in der Hand hielten. Erfreulich gut ist mit knapp 48 % die Resonanz auf das „Gesamtpaket“ des KSH. Wie zu erwarten war, wird der Kalender als wichtigster Bestandteil angesehen, gefolgt von den praktischen Hilfen zum Studium und den Kurzartikeln mit geistlichen Impulsen. Interessant für die zukünftige Entwicklung unseres Angebots ist die deutliche Tendenz zur App. Falls es den KSH als solche gäbe, würde sie von 52% der befragten Studierenden genutzt.

Positiv ist auch die gute Beteiligung an den eher persönlichen Fragen, mit denen die Beteiligten einen kleinen Einblick in ihre Lebensperspektive gewährten. 36 % der Studierenden sehen in den eigenen Fähigkeiten den Hauptgrund für eine positive Zukunftserwartung, gefolgt von erstaunlichen 29 %, die Gott als Grund ihrer Hoffnung angaben. Technologie und vermutlich die Erwartung eines weiter voranschreitenden, technologischen Fortschritts ließ weitere 23 % auf eine gute Zukunft hoffen. Schlusslicht bildeten die Medizin und die Politik. Hier ist das Vertrauen in die Fähigkeiten anderer Menschen, im Gegensatz zu den eigenen, offensichtlich „im Keller“ angelangt.

Die aus christlicher Sicht besonders interessante Frage nach der lebensverändernden Botschaft Jesu für das eigene Leben, wurde in der zentralen Wertevermittlung in Kombination mit Jesu vorbildlichem Leben gesehen. Dass er Gottes Sohn ist, bejahte ein knappes Drittel der Befragten, was auf einen hohen Anteil christlich geprägter Teilnehmer schließen lässt.

Welche Themen bewegen die Studierenden besonders und wo erhoffen sie sich weitere Hilfestellung zum Beispiel durch den KSH? Hier haben wir uns über die vielen konstruktiven Angaben gefreut und bei enorm vielen unterschiedlichen Angaben Schwerpunkte ermittelt. Am meisten sind Tipps zu Karriere und Berufschancen sowie zu Stipendien und Auslandsaufenthalten gefragt. Auch praktische Lern- und Studienhilfen, wie zum Beispiel zu optimiertem Zeitmanagement, sind ein wichtiges Thema. Erst danach folgt der Wunsch nach Lebenshilfe und nach Antworten auf die grundsätzlichen Lebens-, Sinn- und Gottesfragen. Vorsichtig ließe sich daraus vielleicht schlussfolgern, dass Studierende bildungsgestresst durchs Leben jagen, bevor sie wesentliche Lebensfragen geklärt haben. Oder fehlt vielleicht die Erwartung von dauerhaft gültigen und tragfähigen Antworten? Es lässt sich an den Antworten erkennen, dass manche Studierende gewisse Schwierigkeiten haben, ihren ganz normalen Alltag zu bewältigen.

Das kann an der stetig zunehmenden Verfügbarkeit und der immer höheren Lebensgeschwindigkeit liegen sowie an den damit verbundenen Erwartungen an optimierte Organisation und Flexibilität der alltäglich notwendigen Tätigkeiten. Schließlich darf auch ein gewisses Maß an Unterhaltung nicht fehlen, weshalb Spiele, Sportangebote und satirische Elemente sowie Hinweise auf „unterhaltsame“ Veranstaltungen im KSH nicht fehlen sollten. Dazu gehören sicher auch die speziell für Studierende und andere junge Leute konzipierten Urlaubsangebote des DCTB.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der KSH ist und bleibt in einer zunehmend digitalisierten Welt eine energiesparende und absturzsichere Kalender-Alternative mit genügend Planungsspielraum, Rat- und Impulsgeber-Funktion! Und wir als Entwickler und Verteiler sind gefordert, mit hochschul.net und dem Kleinen Studienhelfer am Ball zu bleiben und für lebensnahe Aktualität zu sorgen.

Winfried Borlinghaus