Verklemmt (August 2014)

Dieser Roboterarm einer Spezialfräse (KR 150 R2700 extra) ist zur Zeit im Forst-Pavillon der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd zu sehen. Der Pavillon ist ein länglicher Kuppelbau aus 243 kraftschlüssig zusammengesteckten Buchensperrholzplatten. Um die stabile Verzahnung zu gewährleisten wurden die Platten mit insgesamt 7356 konisch geformten Zähnen durch die computergesteuerte Fräse angefertigt und ohne Klebstoff oder Schraubverbindungen tragfähig miteinander verbunden. Obwohl jede Platte quasi ein Individuum ist, passen alle einwandfrei zusammen. Das Vorbild für diese “verklemmte” Verbindung ungleicher Flächen lieferte das Seeigelskelett inklusive der dort beobachtbaren Verzahnung der Einzelflächen – etwa wie beim „Sand-Dollar“. Wäre es nicht schön, wenn Menschen trotz aller Unterschiedlichkeit so ideal miteinander zu einer tragfähigen Gemeinschaft verbunden sein könnten? Jesus lehrte eine solche Gemeinschaft, geeint und „verzahnt“ durch den Glauben an ihn und durch die Liebe zueinander. Er betete: „Ich bitte aber nicht allein für sie (seine Jünger), sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,20f).

Ein solches Ideal bleibt in einer Zeit größtmöglicher Unterschiede eine echte christliche Herausforderung. Wenn es gelingt, ist es ein „Meisterstück“ von Jesus selbst! Gottes Liebe zu uns macht Liebe untereinander im besten Sinne möglich. Dranbleiben lohnt sich!

Foto und Text: W. Borlinghaus, DCTB Korntal