Editorial

gletschermuehle_hochLiebe Studierende, liebe Leser!

Über Angst lässt sich gut reden, solange man keine hat, mag vielleicht mancher denken. Angst hat in angemessener „Dosierung“ ja zumindest theoretisch eine positive Funktion, weil sie eine realistischere Risikoeinschätzung bewirkt. Doch was tun, wenn Angst zur lähmenden Dauerbelastung wird? Gibt es einen „Abschied“ von solcher Angst? Wir greifen das Thema in hochschul.net auf, weil zunehmender Leistungsdruck, menschen- und gottesverachtender Materialismus und damit verknüpfte Unsicherheiten das Leben von Studierenden und anderen jungen Menschen in Europabestimmen.

Medikamenten-Missbrauch als “Hirndoping” ist schon lange keine Seltenheit mehr. Unbewältigte und schlecht verarbeitete Ängste führen zu schwerwiegenden psychischen Erkrankungen. Deren Zunahme spiegelt auf tragische Weise die Situation unserer Hochleistungsgesellschaft wieder und ist ein ernstes Signal!

Mit einer aktuellen SituationsAnalyse und der Suche nach den tieferliegenden Ursachen der Angst möchte diese Ausgabe von hochschul.net Denkanstöße geben, sich einmal auf einer geistlichen Ebene mit dem Thema Angst zu beschäftigen. Dass man auf konstruktive Weise Drucksituationen begegnen und ganz praktisch „Abschied von der Angst“ nehmen kann, zeigt das Beispiel einer Mobbing-Situation. Wir wünschen allen Lesern, dass diese Beiträge helfen, vorhandene eigene Ängste zu überwinden.

Winfried Borlinghaus