Härtetest mit Siegesgarantie

Über den Sinn und Unsinn von Motorsport, wie demjenigen des legendären 24h-Rennens von Le Mans, lässt sich streiten. Auch 2015 nahm das Spektakel nahe der nordwestfranzösischen Stadt mit ihrer sehenswerten Altstadt wieder seinen Lauf. Bei aller berechtigten Kritik muss man sehen, dass viele sehr wichtige technische Entwicklungen für den normalen Fahrzeugbau im Zuge der Entwicklung von Rennfahrzeugen entstanden sind! Dabei geht es um den Härtetest von Bauteilen, die in die Serienproduktion Eingang finden und dort für mehr Sicherheit, Energieersparnis und damit auch für immer besseren Umweltschutz sorgen sollen. Das mag schwer einleuchten, wo doch endlose Mengen an Sprit im brüllenden Getöse scheinbar sinnlos verbraten werden. Und doch ist es so: Rennspaß, Leistungsbereitschaft und Leidensfähigkeit von Team und Fahrern gehen mit dem Material-Dauerhärtetest eine möglichst optimale Verbindung ein. Das Siegerteam in der Königsklasse LMP1 raste innerhalb von 24 Stunden mit dem Porsche 919 hybrid knapp 5400 km durch die 13,5 km kurze Rundstrecke. Dabei wurde bei wechselnden Fahrern die sagenhafte Durchschnittsgeschwindigkeit von 224 km/h erreicht. Steht man z. Zt. vor dem Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen und bewundert diesen erstaunlich filigranen Sieger-Rennwagen, traut man dem „Gerät“ eine dermaßen harte Dauerbelastung bei ca. 900 PS Leistung kaum zu. Der Gag ist, dass es sich, den Renn-Auflagen entsprechend, um ein Hybrid-Fahrzeug handelt, bei dem der Verbrennungsmotor etwa 370 kW (500 PS) und der Elektromotor noch einmal 296 kW (400 PS) an Leistung liefert. Es gehört viel Enthusiasmus, Teamgeist und Ausdauer dazu, ein technisches Meisterstück wie den 919 inklusive des spektakulären Doppelsieges von 2015 zu erzielen. Und eine solche Leistung lässt mich fragen, wieviel Zeit und was für ein ungeheures Engagement eigentlich Gott seit Erschaffung der Menschheit investieren musste, um uns Menschen allen Rückschlägen zum Trotz an das von ihm gesteckte Ziel zu bringen: Versöhnung und ewige, unzerstörbare Lebensgemeinschaft zwischen Gott und Menschen, geregelt durch Jesus Christus! Die Weichen dafür werden in diesem Leben durch den Glauben gestellt und da bleibt uns so mancher Härtetest nicht erspart. Ausfälle kennt jeder, sie sind an der Tagesordnung. Aber es lohnt sich, nicht erst bei ernsthaften Pannen oder Unfällen, sondern mindestens einmal täglich bei Gott einen Boxenstopp einzulegen. Wer ihm das eigene Leben anvertraut, kann fröhlich in die nächste Runde der täglichen Herausforderungen starten! Ein so ausgerichtetes Leben wird am Ende mit Sicherheit kein Lärm um nichts gewesen sein! Es wird über den Tod hinaus unendlich viel mehr bleiben und kommen, als ein großer sportlicher Erfolg einem Menschen geben kann.

Foto und Text: Winfried Borlinghaus. Korntal