Größte Klappbrücke Deutschlands (November 2015)

Über diesen neuen 700 t schweren Stahlkoloss wird demnächst die B 212 zwischen Bremen und Oldenburg bei Huntebrück die Hunte überqueren. Erste Tests sind gut verlaufen. Es handelt sich nach Fertigstellung um die größte Klappbrücke Deutschlands, die die alte Hub-Brücke ersetzt. Beide Brücken-Hebe-Techniken sind in diesem Weitwinkel-Panorama nebeneinander zu sehen und noch kann man sie vor Ort direkt miteinander vergleichen – anschauliche Technikgeschichte zwischen 1953 und 2015! Die Stützweite der neuen Brücke beträgt 66,30 m. Am Auflagepunkt der insgesamt 84 m langen Kragarm-Konstruktion treten gewaltige Biegemomente auf, was man am entsprechend hohen Stahlfachwerk erkennen kann. Die Drehung nach oben und unten muss von der Hubmechanik souverän bewältigt werden. Je näher man dabei den Schwerpunkt der Brücke in Richtung des Drehpunktes verlagern kann, desto leichter ist die Klappbewegung zu bewerkstelligen. Hier muss konstruktiv für ein entsprechendes Gegengewicht gesorgt werden. Ein gutes Beispiel dafür, dass dort, wo wir im Leben starken Belastungen ausgesetzt sind, ein entsprechendes Gegengewicht vorhanden sein muss. Von Gott schreibt David in Psalm 68,20: „Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ So sind wir auch untereinander aufgefordert, uns gegenseitig zum Lastenausgleich zu werden, wie es Paulus einmal formuliert: „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Gal 6,2).

Foto und Text: W. Borlinghaus