Ein Meisterwerk der Ingenieurkunst

Das Bild zeigt einen sogenannten Sternmotor. Dieses Motorenkonzept war für die Flugzeugentwicklung von entscheidender Bedeutung. Die meisten für ein Flugzeug vorgesehenen Motoren der damaligen Zeit kamen aus dem Automobilbau und waren daher vom Leistungsgewicht für ein Flugzeug ungeeignet. Der hohe Gewichtsanteil des Wassers für die notwendige Kühlung der Zylinder war neben der konstruktiven Umsetzung des Wasserkreislaufes und deren Zuverlässigkeit problematisch. Deshalb entwickelten die französischen Brüder Laurent und Gustav Seguin einen Motor, der eine am Flugzeugrumpf feststehende Kurbelwelle besaß. So rotierte der gesamte Motor mit dem Propeller, wodurch die mit Lamellen versehenen Zylinder durch den Luftstrom direkt gekühlt werden konnten. Gleichzeitig entstand durch die kreisförmige Anordnung der Zylinder der zusätzliche Vorteil, dass das Schwungrad entfallen konnte, weil die Schwungmasse bereits mit den rotierenden Zylindern und dem Kurbelgehäuse vorhanden war.

So wertvoll diese Konstruktion für die Luftfahrt auch war, kam diese Technik auch im 1.Weltkrieg zum Einsatz, wodurch sie nicht nur Fortschritt brachte. Mir persönlich stellt sich deshalb die Frage, wie ich mit meinen eigenen Ideen und deren Umsetzungen umgehe, sei es bei konstruktiven Arbeiten im Beruf oder auch bei vielen Dingen im Alltag!?

Bild und Text: Tobias Melzer