Die “Orange” am Himmel

Am 28. September war es seit etlichen Jahren mal wieder soweit, dass viele in Deutschland eine totale Mondfinsternis erleben konnten. Die Zeit der totalen Phase, in der der Erdschatten komplett über den Vollmond zog, lag etwa zwischen 4:10 Uhr und 5:30 Uhr. Durch die Atmosphäre der Erde bedingt, kann  langwelliges Licht gestreut werden und durchdringen. Dabei wird der eigentlich von der Erde völlig abgedunkelte Vollmond mehr oder weniger rot-orange beleuchtet. Solche Ereignisse erinnern an die “Endzeit-Rede” Jesu in Mt. 24,29, wo er eine Sonne-Mond-Passage aus dem Propheten Joel (Joel 3,3f) im Zusammenhang mit seiner Wiederkunft, dem göttlichen Gericht und dem Ende der Welt zitiert, bei dem es zu kosmischen Ereignissen gewaltigen Ausmaßes kommen wird. Die ganze Rede des Kapitels 24 im Matthäus-Evangelium ist erschütternd und zeigt, dass nicht nur physikalische Phänomene unser Dasein bestimmen, geschweige denn für dessen Erhalt oder Untergang sorgen. Nebenbei bemerkt: eine Mondverdunklung hängt, wie in der Bibel richtig beschrieben, immer mit dem Zustand der Sonne, bzw. mit deren Abdunklung z.B. durch eine Gashülle wie derjenigen der Erdatmosphäre zusammen! Die Aufnahme zeigt den Mond am 28.09.2015 vor dem Sternenhintergrund des Sternbildes der Fische. Astronomisch Interessierte können die genauen Stern- und Mondtopographie-Bezeichnungen hier abrufen.

Foto und Text: Winfried Borlinghaus