Ausbau für die Zukunft (April 2015)

Nach langer Bauzeit mit vielen politisch, archäologisch und technisch bedingten Verzögerungen nähert sich der Ausbau der ersten israelischen Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke seiner Fertigstellung, die momentan für 2017 angesetzt wird. Von Tel Aviv soll es dann mit einer Reisegeschwindigkeit von ca. 160 km/h über den Ben Gurion-Flughafen in ca. 30 Minuten hinauf nach Jerusalem gehen. Damit wird die alte „Bummel-Bahn“ von Jaffa nach Jerusalem zukünftig wohl nur noch historische Bedeutung haben. Die neue Bahnlinie ist zwar nur ca. 55 km lang, beinhaltet dabei aber wegen der bergigen Topografie ca. 15 km Tunnelstrecke sowie zahlreiche Brücken, wie die gezeigte Passage bei Abu Gosh. Das heutige arabische Städtchen ist vermutlich das alte Kirjat Je’arim, in dem einst zur Zeit Samuels die israelitische Bundeslade nach längerer Zeit im feindlichen Ausland zurückgebracht und im Haus Abinadabs untergestellt wurde, bis sie viele Jahre später endgültig von David nach Jerusalem geholt wurde (vgl. 1. Sam7; 2.Sam 6).

Der aktuelle Ausbau der israelischen Infrastruktur wie Bahnstrecken, Flughäfen und Straßen ist ein augenscheinlicher Beleg dafür, dass sich derzeit eine uralte alttestamentliche Verheißung erfüllt, wonach die Israeliten nach langer Zeit der „weltweiten Zerstreuung“ in das ursprünglich von Gott zugewiesene Land zurückkehren, es besiedeln und bewohnbar machen (Jer 16,14f; Hes 36,23ff). Dies allem Widerstand zum Trotz. Dabei führt am Ende nicht die politische Taktik oder Tatkraft einzelner Menschen, sondern Gottes Treue und Lenkung zum guten Ziel, dass in der geistlichen Genesung des Volkes Israels gipfeln wird. Dies kann für jeden zum persönlichen Denkanstoß werden, denn Erfolge haben nur dann nachhaltigen Wert, wenn sie von Gott gesegnet zustande kommen.

weitere Fotos der edi/ dctb – Israel-Tour 2015

Foto und Text: W. Borlinghaus